Über Brust-Asymmetrien

Auszug aus einem Ratgeber

Asymmetrien
Zuerst muss an dieser Stelle betont werden, dass sicherlich fast keine Frau absolut symmetrische Brüste hat, doch sind die Asymmetrien mehr oder weniger nicht sichtbar. Machen sie die Probe aufs Exempel! So ist die Nachfrage bei korrigierenden Operationen aus rein kosmetischen Gründen eher selten. Bei größeren Asymmetrien, unter denen Frauen entsprechend leiden, ist ein operativer Eingriff sinnvoll. Asymmetrien lassen sich systematisieren und entsprechend behandeln.
Die einseitig zu kleine Brust
Eine Brust ist normal ausgeprägt, die andere Seite unterentwickelt. In diesem falle wird der Chirurg die unterentwickelte Brust vergrößern. Dies geschieht in der Regel durch Einsetzen eines entsprechend ausgewählten Implantates, da im Normalfall der Hautmantel hierfür groß genug ist. Der Eingriff erfolgt wie bei einer rein ästhetischen Brustvergrößerung. Ist der Hautmantel sehr straff, wird der plastische Chirurg eine Vordehnung über einige Monate empfehlen. Dazu wird in einer kleinen Operation ein Hautexpander, also ein Silikonballon, eingepflanzt, der über mehrere Wochen mit Kochsalzlösung aufgefüllt wird. Dafür besitzt er ein entsprechendes Ventil, das mit einer kleinen Kanüle angestochen werden kann. Nach circa vier bis sechs Monaten hat die Brusthaut dann genügend Volumen, um mit einem endgültigen Implantat versorgt zu werden. Bei dem zweiten Eingriff werden meist auch Formangleichungen vorgenommen, um beide Drüsen ein möglichst symmetrisches Aussehen zu geben.

Die einseitig zu große Brust

Dieses Phänomen entsteht meist als Folge einer genetischen Fehlanlage. Während der Pubertät entwickelt sich die eine Seite ganz normal, während die andere Brust weiterwächst und letztlich durch immer weitere Gewichts- und Volumenzunahme eine hängende Form annimmt. Die psychischen Auswirkungen für die heranwachse Frau sind sehr gut nachvollziehbar. Schon allein aus diesem Grund sollte hier dringend eingegriffen werden. Darüber hinaus sollte auch sofort, wenn das einseitige Brustwachstum bemerkt wird, die Ursache hierfür abgeklärt werden, denn nicht immer ist dies den Genen zuzuschreiben. Bei einem geringen Prozentsatz der Betroffenen ist der übermäßige Wuchs der einen Brust als Folge von tumorartiger Wucherung des Drüsenkörpers (Phylliodes-Tumor). Eine Untersuchung des entfernten Drüsengewebes schafft hier Gewissheit. Selbst bei Gutartigkeit des Tumors neigt dieser aber weiterhin häufig dazu, sich immer wieder neu zu bilden, so dass hier ggf. mehrere Operationen zur endgültigen Entfernung notwendig sind. Bei einer rein genetisch bedingten einseitig übergroßen Brust wird diese entsprechend der Vorgabe der normal entwickelten Brust verkleinert. 

Die beidseitig ungleiche zu große Brust

Die Art der Asymmetrie fällt auf Grund der insgesamt großen und schweren Brüste nur in den Fällen als störend auf, wenn die Volumenunterschiede stark ins Auge fallen, in diesem Fall wird der Chirurg beide Seiten verkleinern, wobei an der einen Seite mehr Gewebe entfernt werden muss, um ein symmetrisches Ergebnis zu erzielen. Hier handelt es sich quasi um eine Brustverkleinerung mit unterschiedlicher Volumenentnahme.

Die beidseitig unsymmetrische zu kleine Brust

Hierbei sind beide Brüste unterentwickelt und darüber hinaus noch unterschiedlich stark. Wie bei einer normalen Brustvergrößerung wir hier das fehlende Volumen durch Implantate ersetzt, wobei die Asymmetrie durch unterschiedlich große Implantate ausgeglichen wird, was bei der Angebotsvielfalt kein großes Problem darstellt.

Kombination von einer zu kleinen und zu großen Brust

Diese extravagante Laune der Natur wird operativ durch eine Brustverkleinerung bzw. -straffung auf der einen Seite und eine Brustvergrößerung auf der anderen Seite ausgeglichen, wobei die Symmetriegestaltung bei Extremfällen durchaus eine Herausforderung an den versierten Chirurgen stellt.
 
Auszug aus dem Buch "Die weibliche Brust - Der kritische Ratgeber bei medizinischen Eingriffen"
Autoren: Sabine Rehre und Dr. med. Klaus Exner, Verlag "Verlag Gesundheit"; Seite 133-136.

 


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